nettes von der stange
vor einigen tagen griff nestor, beeinflußt durch (rege) diskussionen beim bürolichen frühstücks- und mittagstisch (wieder einmal) in die stangen-romanliche lesekiste. beide hier wohl kaum noch vorzustellenden bücher entstammten der schreibfabrik eines und desselben autors, nämlich dan browns. nachdem geborgt bekommen las ich das "sakrileg" vor den "illuminati", welches käuflich erworben (und anschließend an töchterchen weitergereicht) wurde.nestor hatte auch ein wenig beziehung zu den thematiken, zumal er die nicht enden wollende diskussion über die handschriften aus den höhlen von qumran zumindest beiläufig verfolgte und zum anderen, da er einst - vorjahrzehnten - über geheimbünde zur zeit josefs II (pro-)seminarierte. allein so betrachtet erweckten die romane interesse und dann - zugegeben - eine gewisse (möchtegern-) identifizierung mit dem professoralen super-helden, der nicht nur zur identifizierung gewisser zeichen auf und von ermordeten gerufen wird, sondern sich auch siegreich gegen jede spezies von killern und polizisten erweist. letzteres intellekt- und im d-uell. ein super-wuzi, der obendrein - 'happy end mit hochzeit oder so' - (noch dazu) seine geliebte findet.
nun, am lesenswertesten fand ich die passagen über symbolismus und kunst, wenn sie auch teilweise recht ermündend sind. über die recht abenteuerlichen verschwörungstheorien und - besonders - über die miserabel vorbereiteten und in ihrer (logischen) konstistenz nicht sehr konsequenten beendigungen schweigt der rezensent mit der ihm angeborenen höflichkeit. tja,beim zweiten buch erratet mensch den bösewicht schon leichter, zumal es jener der (be-)handelnden personen sein muß, dessen täterschaft am wenigsten zu vermuten wäre.ansonsten: gekonnt in hinblick auf dollar-heischende hollywood-filmerische umsetzung konzipiert, als urlaubslektüre oder für einsame nächte so zwischendurch mal als ablenkung von (vermeintlich) relevanterem durchaus zu konsumieren. vielleicht auch mit ein wenig pädagogischem wert, wenn mensch darunter versteht, der symbolik jeglicher art mehr (kulturwissenschaftliche) bedeutung zu zumessen.
wenn leute, deren publikationen - so sie welche schreiben - nur mit eigenmittel-sponsering in winzig-auflage gedruckt werden, diese und ähnliche massen-lektüre von höchst egozentrisch-(un-)intellektueller warte als shit abtun, so sprechen sie damit (auch) ein (vernichtendes) urteil über sich selbst...
nestor - 11. Nov, 14:52