1945/2005: geda(e)nken?
wozu erinnern (müssen)? bremsen die mühen und die last des gedächnisses? geschichtspolitik zur schaffung/tradierung kollektiver identitäten. oder (vielleicht) besser ohne vergangenheit(en) leben (und sterben). einer (vermeintlicher) legitimität entkleidete historiographie. warum das (kollektive) feiern/gedenken? und wenn ja, wie anders?
"Tatsächlich hat die dauerhafte memorierung von großverbrechen seit unvordenklichen zeiten keine folgeverbrechen verhindert, sondern diese im gegenteil oft genug hervorgerufen: die beste moralische voraussetzung für grausamkeit ist ein gutes gewissen gesichert durch erfahrung am eigenen leid." (rudolf burger in: kleine geschichte der vergangenheit. eine pyrrhonische skizze der historischen vernunft. 2004. s. 21.)
eine dekonstruktion des emanzipatorischen der geschichtswissenschaft der nach68er. trotzdem bauen wir - unter dem nunmehrigen 'kurturwissenschaftlichen gedächnis-/erinnerungsparadigma - denkmähler und 'häuser der geschichte'. wozu eigentlich? und: was denken die (zahlreichen) migrantInnen, wenn ihnen eine erinnerung / ein gedächnis okroiert wird, die sie gar nicht haben (wollen)?
nur das (nach-)denken über das eigene, idividuelle gedächnis, über die selbst praktzierte erinnerung(-skultur) letztlich über die (de-)konstruktion seiner (eigenen) identität (ohne/mit/durch erinnerung) schafft (vielleicht) vom hegemonialen diskurs (vielleicht) abweichende (ein-)sichten...
er hat abends zu referieren und zu diskutieren.
"Tatsächlich hat die dauerhafte memorierung von großverbrechen seit unvordenklichen zeiten keine folgeverbrechen verhindert, sondern diese im gegenteil oft genug hervorgerufen: die beste moralische voraussetzung für grausamkeit ist ein gutes gewissen gesichert durch erfahrung am eigenen leid." (rudolf burger in: kleine geschichte der vergangenheit. eine pyrrhonische skizze der historischen vernunft. 2004. s. 21.)
eine dekonstruktion des emanzipatorischen der geschichtswissenschaft der nach68er. trotzdem bauen wir - unter dem nunmehrigen 'kurturwissenschaftlichen gedächnis-/erinnerungsparadigma - denkmähler und 'häuser der geschichte'. wozu eigentlich? und: was denken die (zahlreichen) migrantInnen, wenn ihnen eine erinnerung / ein gedächnis okroiert wird, die sie gar nicht haben (wollen)?
nur das (nach-)denken über das eigene, idividuelle gedächnis, über die selbst praktzierte erinnerung(-skultur) letztlich über die (de-)konstruktion seiner (eigenen) identität (ohne/mit/durch erinnerung) schafft (vielleicht) vom hegemonialen diskurs (vielleicht) abweichende (ein-)sichten...
er hat abends zu referieren und zu diskutieren.
nestor - 12. Dez, 15:17