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Freitag, 6. November 2009

gedämpft

als sie mir ihr bildnis sandte war nestor schockiert. er hatte sich einiges erwartet, doch nicht dies...

no date saturday morning...

im übrigen registrierte er gestern abend (wohl aber zu gestern mittag) keinen anruf von der ex (wird wohl heute abend und samstag ähnlich sein), was ihn allderings nun nicht mehr besonders zu beeinflussen schien, zumal ihm ihrer beiden zukünftiges scheitern nicht nur längst bewusst ist, sondern von ihm für sich selbst bereits verschriftlicht wurde (um etwaige anderweitige gedanken zu vertreiben!) in der früh präsentierte sie ihm ihre neuesten überlegungen zu bürolichen intrigen. non comment!

selbst wenn er sunday auf (büroliche) reise geht, wird das we - wieder einmal - ein ur-langweiliges, einsames und fades we (dermalen in der haupt- und residenzstadt) werden.

nestor wird es dennoch überleben!

Donnerstag, 5. November 2009

unterwegs

nestor ist dzt (wieder) besser unterwegs: es sind kaum mehr nostaligische oder gar zukünftsweisende gedanken an die verflossene, die ihn bewegen, sondern vielmehr das (ärgerliche, ihn doch sehr einnebelnde) krippeln vor dates.

dies ist insbesondere dann nicht gerade wohltuend, wenn vorher ungeplant und ungewollt eine sehr nette mailige in irgendeiner weise durch ähnliche interessen hoffnungen erweckende korrespondenz stattgefunden hat.

nestor "hasst es wie die pest" nun wiederum den gesamten verschlungenen, vielfach komplizierten parcours eines sich-potentiell-näher-kommenm durchleben zu müssen.

prognostizierter ärger: erstes interesse, ein wenig hoffnung, kleine signale, verschriftlichte sympathie...und dann: figürlich unanehmbares, intellektuell ärgerliches, jedenfalls ablzulehndes und (immer) wieder enttäuschendes.

selbst wenn (selten genug) die funken (beidseitig) sprühen und ein feuerwerk entfachen sollten, dauert es doch oftmals noch viele tage, vielleicht manchmal wochen, bis es sich endlich zum erotisierenden flächenbrand ausweitet. warum sind menschen nur so kompliziert?

bei seinen früheren beziehungen ginig alles meist sehr, sehr rasch oder gar nicht.

nestor gibt sich jedoch heute keinen illusionen hin, dass es nun wiederum in diese (damals so angenehme) richtung geht.

ein frühstücksdate scheint im keine geeignete basis dafür zu sein, mal ganz abgesehen davon, dass ihm ihr äußeres noch weitgehend unbekannt ist. und bei einer anderen scheint es genau umgekehrt.

egal, er muss und wird es locker nehmen und der alte tröstet sich mit den worten: "vor einem jahr der trockenheit wird sich ohnehin nichts abspielen!"

that's it!

Montag, 2. November 2009

bereit für abenteuer

"Wenn wir eine große Enttäuschung erleben, so wissen wir nicht, ob das das Ende der Geschichte ist. Es kann genauso gut der Anfang eines großen Abenteuers sein. "
[Pema Ghördron]

Sonntag, 1. November 2009

kein zurück mehr

nestor würde (viel) lieber über etwas anderes (schöneres,wohltuendes, am amstag nachmittag erlebtes) berichten, allein es geht nicht:
denn heute nacht zerbrach die letzte, kleine, winzige hoffnung, die er bei all seinem verschriftlichten pessimismus (doch) noch hatte: es ist aus mit ihr.

keine antwort auf ein nächtliches sms, keine erreichbarkeit um 9:30 Uhr, sie ist bei ihrem freund und hatte gegen ihn entschieden. sie alle hatten doch recht (er wollte es insgeheim nicht wahrhaben): "sie hatte sich ihn nur 'warm gehalten'. so für alle fälle..."

und kasperl nestor hatte guten glaubens an ihre (frühere) ehrlichkeit und ihren guten charakter geglaubt.

nein, es geschieht kein wunder mehr....

Freitag, 30. Oktober 2009

high and down: down

sie lebt - wie sich gestern nächtens heraus stellte - ihre kontakte, (er-)findet immer neue (aus-)reden, und sucht erfolgreich weiterhin neue wege. nach ihren bürolichen turbulenzen wird er nicht mehr gebraucht. aus. punkt.

für nestor macht es wenig sinn tagtäglich dieselbe jammereien zu posten, selbst wenn sie ihn stündlich begleiteten, andererseits sind die posting ein (kleines) ventil seiner verzweiflung worte zu geben.

er weiss: wenn er seine causa prima erfolgreich erledigt hat, wird sie ihn erledigen. sein warten und (ins-)geheimes hoffen war vergeblich (und von vorherein zum scheitern verurteilt).

nichts wird so sein wie es war. doch er trägt dafür die verantwortung. es ist und war seine historische schuld. er muss sie nun tragen und dafür büssen.

ärgerlich für ihn ist nur, dass er zum unterschied von ihr, (noch) nicht frei ist. zu sehr ist sein kopf noch immer - trotz aller seine befreiung suchenden actions - voll von in den süden gerichteter gedanken.

selbst durch seine einstüdige tägliche joggerei durch die nacht kann er sich von diesen in weiterhin völlig beherrschenden kräften nicht befreien.

er hat zum beispiel so gar keine lust, so gar keine leidenschaft anderweitig anbietendes zu testen, womit jedes mögliche date von vornherein zum scheitern verurteilt ist.

und wieder steht ein shit weekend vor der tür, welches er in depressiver stimmung (wie immer) bei seinen über achtzigjährigen mit dem ewig gleichen abläufen verbringen wird: aufwachen, kaffee trinken, surfen, einkaufen und/oder spaziergänge im garten, kochen, mittagessen, nachmittagsschläfchen, 16 km - lauf, vollbad, lesen & plaudern, abendessen, TV mit einer flasche wein (und mit vergeblichem warten auf den klingelton), Cognac, halb beduselt schlafen. ach, wie nestor diese ihn nun schon seit monaten deprimierenden, ewig gleich ablaufenden samstage und sonntage hasst. ach ja, dermalen kommt noch die fahrt zum friedhof dazu.

es ist einfach zum kotzen!

Mittwoch, 28. Oktober 2009

der alte zittrige faden

gestern abend nach dem joggen durch die finsternis druckte nestor die ihm von der allzeit lieben ihn emotional so unterstützenden frau huhn als kommentar zu seinen jammereien gesandte so süsse Geschichte, las sie in ruhe bei einem glas guten roten wein und musste lächeln. labsal für sein blutendes herz. vielleicht gewinnt der zittrig, täglich in seinen (beziehungs-)denken unruhig (sch-)wankende alte faden doch irgendwann mit (neuer?) fraulicher hilfe jene (alte oder auch neue) stärke und kraft, die ihm zu einem licht der freude, der zufriedenheit, der liebe werden lässt.

infolge ihrer - bedingt durch einen psychopathischen, menschenverachtenden jungen chef - unerwartet auftretenden bürolichen troubles war seine stimme nächtens und in der früh gefragt. wenn dies auch (leider) nichts an ihrem längst offensiv gelebten entschluss sich anderweitig umzusehen um besseres zu finden ändert (maybe sie ihren 'mister right' auch schon gefunden haben mag), so war es für nestor doch (wiederum wie schon in den letzten tagen) sehr, sehr wohltuend mit ihr zu plaudern und seine unmassgeblichen anmerkungen einzubringen um ihr vielleicht zumindest ein wenig mut zu machen, da sie für ihn weiterhin eine herzensgute, so ehrliche und bewunderswerte frau ist, wie er bislang kaum eine andere kennenlernen durfte. zur er- und aufmunterung sandte er ihr einen kleinen strauss blumen!

in seiner "causa prima" wird von von der anderen offenbar wieder einmal - wie all die jahre - versucht die längst überfällige rechtliche klarstellung zu verzögern, doch nestor reicht es entgültig. er gab dem rw den auftrag die entsprechenden schritte einzuleiten, wenn sie diese woche zu keinem gespräch bereit ist.

darüber hinaus hackte nestor einen weiteren punkt auf seiner liste ab und vereinbarte einen termin mit einer augenärztin, da sein augenlicht etwas nachzulassen scheint.

Dienstag, 27. Oktober 2009

miserabler wochenbeginn

wenn er auch das 'lange we' dank ihrer völlig unerwarteten nächtlichen anrufe relativ 'beruhigt'-unaufgeregt, friedlich, und sportiv sogar sehr erfolgreich überstand, so fing die woche heute mit einem riesen berg von troubles an.

einerseits prasselten in aller früh vorwürfe von völlig unerwarteter, nämlich familiärer, seite auf ihn nieder, andererseits glaubt er in hinblick auf die lösung seiner 'causa prima' nicht, dass sie den morgigen termin beim RW einhalten wird, wodurch es zu einer weiteren ur-ärgerlichen verzögerung kommen wird.

eines ist somit gewiss: er wird nächstes we nicht in das familiäre altersheim fahren, sondern magenflatternd in der haupt- und residenzstadt einmal mehr im kreis gehen. sie, die andere, hat am nächsten montag feiertag und wird dieses we mit ihren/m freier/n verbringen.

gestern telefonierte er recht nett mit einer dame vom markt, doch ihrem alter und bildnis nach stellt sie wohl kaum eine reale alternative dar. ernüchternd muss er erkennen, dass sich nach anfänglichen (viel-)versprechenden angeboten der marktplatz zunehmend uninteressant für ihn wird, was immer und immer wieder sehnsüchte nach sich doch über lange zeit bewährtem und für tot erklärtem erneut erweckt. längst verlorene chancen denken ist nicht gut!

wenn nestor nur muse und konzentration zur (schreib-)arbeit fände...

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